

URSPRUNG
Vergebung ist kein rein rationaler Entschluss. Es ist ein zutiefst emotionaler Prozess, den ich selbst erst in den letzten Jahren in seiner wahren Tiefe glaube begriffen zu haben. Für mich hat Vergebung nichts mit Vergessen, Verzeihen oder Entschuldigen zu tun. Es ist ein Akt des Hingebens, Zurückgebens und Loslassens – ein magischer Schritt zur Liebe und Eigenliebe.
Das Wort vergeben beinhaltet bereits das Geben. Für mich folgt daraus, die Hände zu öffnen und das, woran man sich festklammert, dorthin zu legen, wo es hingehört. Da es schwerfällt, diese inneren Zustände in Worte zu fassen, möchte ich sie sichtbar machen. Ich möchte mit Menschen in die Tiefe dieses Prozesses eintauchen, mich austauschen und diesen Zustand fotografisch und erzählerisch festhalten.
VISION
„VERGEBUNG“ ist ein rein persönliches, unabhängiges Kunstprojekt, ohne Interessengruppen oder kommerziellem Druck. Das Ziel ist es, über einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren eine Innenschau von 30 bis 50 Menschen zu sammeln und diese Essenz später in einem hochwertigen Fotobuch und einer Ausstellung zu veröffentlichen.
Das Projekt ist iterativ – es entwickelt sich mit jedem Menschen, der sich darauf einlässt. Ich bin selbst gespannt, wohin mich dieser Weg führt und wie sich die Dynamik im Laufe der Zeit noch verändert.
KONZEPT
Drei Facetten des Prozesses
Das Projekt dokumentiert Momentaufnahmen. Es zeigt keine perfekten Entwicklungsgeschichten, sondern eine ehrliche Reflexion des aktuellen Zustands. Dabei interessieren mich drei Dimensionen:
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Die Erlösten: Menschen, die einen Weg gefunden haben, anderen oder sich selbst zu vergeben, und die Kraft dieses Aktes teilen möchten.
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Die Ringenden: Menschen, die mitten im Prozess stecken, mit dem Vergeben ringen oder spüren, wie schwer dieser Schritt wiegt.
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Die Unbeugsamen: Menschen, die sich bewusst dazu entschieden haben, nicht zu vergeben, weil es für sie zum aktuellen Zeitpunkt der stimmige Weg ist.
ABLAUF
Die Zusammenarbeit basiert auf absolutem Vertrauen und Begegnung auf Augenhöhe.
Das Gespräch: Ich besuche dich in deinem gewohnten Umfeld zu Hause. Wir führen ein vertrauliches Gespräch, das ich per Audio aufnehme. Aus diesem Austausch destillieren wir gemeinsam – oder ich mit deiner abschliessenden Freigabe – einen kurzen Text als Essenz des Gesprächs.
Das Portrait: Während oder nach dem Gespräch entstehen die Fotografien. Die Aufnahmen sind schlicht, wertschätzend und spiegeln deine aktuelle Haltung. Ich arbeite mit portablen Studioblitzen, um das Licht präzise zu kontrollieren, während das Setting authentisch bleibt.
ABGRENZUNG
FOKUS
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Die persönliche Auseinandersetzung wie: Was bedeutet Vergebung für dich? Welche Konsequenzen ziehst du daraus? Was erhoffst du dir, und sind diese Erwartungen nachhaltig erfüllt worden?
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Das Sichtbarmachen von psychologischer Tiefe, Charakter und unantastbarer Würde getreu dem Leitgedanken: „Ich sehe Dich“.
DAS PROJEKT IST NICHT
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Es ist weder eine Therapie noch eine Gruppenarbeit.
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Es geht im Text nicht darum, Schuldzuweisungen zu machen oder Fehler an den Pranger zu stellen. Die Ursache des Konflikts tritt in den Hintergrund – im Zentrum steht einzig die Frage, was die Vergebung oder der Weg dorthin mit dir als Person macht.
MITMACHEN
Befindest du dich in einer dieser Phasen und bist bereit, dich auf das Gespräch und das Portrait einzulassen? Ich freue mich auf deine Kontaktaufnahme für einen unverbindlichen Austausch.